Claudia Treutlein
Kindheit und Jugend in Württemberg,
Ausbildung am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz als Restauratorin.
1974-1984 Restauratorin und Leiterin der Werkstatt beim Landesdenkmalamt in Tübingen.
Seit 1991 freiberuflich als Malerin und Restauratorin tätig.
Claudia Treutleins Werke mit ihrer starken inneren Kraft und Ausstrahlung gründen sich in der Meditation.
Sie ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Wannweil.
Claudia Treutlein
Charlottenstraße 4
D 72827 Wannweilwww.treutlein.com
email: claudia@treutlein.com
MEDITATIONEN - SICH AUF DEN WEG BEGEBEN
Claudia Treutlein wurde 1950 in Balgheim, Spaichingen/Württ., geboren. Nach dem Abitur in Rottweil wurde sie am Römisch - Germanischen Zentralmuseum in Mainz zur Restauratorin für archäologische Funde ausgebildet. Von 1974 bis 1984 war sie Restauratorin am Landesdenkmalamt in Tübingen und Leiterin der Werkstatt, die sie aufgebaut hat. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Wannweil und ist seit 1991 als Malerin und Restauratorin freiberuflich tätig. 1993 schuf sie das Tryptichon "Erzengel" für St. Michael in Wannweil und beteiligte sich seither an Ausstellungen in Rottweil, Rottenburg, Wannweil und Ehningen.
Vielfältig sind ihre Begegnungen mit Kunst - Theater, Musik und Malerei. Aber intensive Erfahrungen und Fragen nach dem Sinn menschlichen Lebens bewegten sie, sich malend damit auseinanderzusetzen. Ihre Bilder sind poetisch, musikalisch und mit expressiver Dramatik. Ihre Farben gehören sowohl zur Farbsymbolik Grünewalds wie auch zu archetypischen Farbgebungen, und rühren unsere Tiefenschichten an und bewirken unterschiedlichste Reaktionen .
Ab 1991 entwickelte sie eine eigenständige Technik, geprägt durch Kenntnisse und Erfahrungen aus der Arbeit als Restauratorin: Collage, schichtweiser Farbauftrag, Auflösung der Formen und Farben. Maltechnisch wird die außerordentliche Raum- und Tiefenwirkung durch sehr differenzierte Schichtung erreicht. Der Realitätscharakter der Bilder wird inhaltlich getragen vom Grad des Realitätsbezugs des Collageteils. Auflösetechniken deuten die Transzendenz der Materie.
Kunsthistorisch betrachtet führt sie über Spuren futuristischer Programmatik in die Gegenwart. Maltechnisch wird die außerordentliche Raum- und Tiefenwirkung durch sehr differenzierte Schichtung des Farbauftrags erreicht. Diese Wirkung verstärkt sie durch die vielschichtige Einheit der Collagetechnik und der vielfältigen Materialien wie Blätter, Teile von Partituren, Spiegelsplitter, Briefschnipsel usw...
Ihre Bildkomposition zeichnet sich durch abstrahierende Schlichtheit aus, so daß das konkrete Motiv erkennbar bleibt, aber darüberhinausführt und beim Betrachter eigene Assoziationen und Weiterführungen ermöglicht. Zusammenfassend kann also gesagt werden, daß diese Bilder nicht als eine einfache Darstellung von Inhalten zu verstehen sind, sondern vielmehr als Übertragung von Religiosität in künstlerische Mittel und Prozesse selbst. Damit vermitteln ihre Bilder das, was sie "gefunden" hat (Picasso über das Kunstwerk) und das Bild kann zur "Botschaft" werden.
M. Werner, Wannweil 1997