genius loci
Ausstellung mit Werken ehemaliger Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums Sankt Ottilien1. genius (lat) (der -,ni/en) Schutzgeist, schöpferischer Mensch
2. genius loci: Schutzgeist, geistiges Klima eines Ortes
3. geflügelte Gottheit (Kunst);Zum Abschluss des Jubiläumsjahres zeigt die Galerie Sankt Ottilien Werke von 12 Künstlern, die nach ihrer Schulzeit am Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien aufbrachen, um künstlerisch tätig zu werden, darunter etliche mit beachtlichem internationalem Erfolg.
Die ausgestellten Werkausschnitte gehen keinem gemeinsamen Thema nach, sondern zeigen 12 aktuelle Positionen zu Malerei, Videokunst, Photographie und Skulptur.
Ausstellungsbeiträge:
Heike Baranowsky, Shape Shifter, Videoinstallation
Johanna Bauer, Africa, Ölbilder
Franz Hämmerle, Wege; Einsicht, Abraham, Holz-Skulpturen
Karl-Heinz Kappl, Swing, String, kinetische Metallobjekte
Ursula Rogg, Wunder und Wallfahrer, Fotografien
Georg Schmid, Home of the Brave, Land of the Free, Acryllbilder
Ulrike Schumertl, Durchblicke, Acrylbilder
Anette Seliger, Stainz, Ölbilder
Markus Stangl, o.T., Skulptur Granit/ Papier
Gotlind Timmermanns, Koreagelb, Ölbilder zum Missionsmuseum
Veronika Wenger, Ihr Leben, Video, Stills
Klaus Zöttl, Couleurs de Terre, Gesteinsproben, Pigmente, Bilder
Heike Baranowsky, Berlin / Los Angeles:
Eine Videoinstallation aus der Reihe "American Skies". Die Arbeit wurde während eines Aufenthaltes als Gastprofessorin in Pasadena produziert. Vor der "Bühne" amerikanischer Landschaft zeigt Shape Shifter durch die zum Loop manipulierte Flugbahn eines Zeppelins die Absurdität seiner Bewegung.Johanna Bauer, London:
Die Ölbilder aus der Serie Africa verbinden Information und atmosphärische Elemente zu einer eigenwilligen malerischen Sprache.Franz Hämmerle, Bildhauer aus Windach setzt mit seinen monumentalen Holz-Skulpturen Wege; Einsicht, Abraham weithin sichtbare Zeichen.
Karl-Heinz Kappl, Hechenwang:
Kinetische Metallobjekte Swing, String, Strong verbinden handwerkliches Können, Ästhetik und Spieltrieb.Ursula Rogg, Berlin: Die Photoserie Wunder und Wallfahrer richtet einen Blick auf Momente der Andacht und des von Religiosität geprägten Alltags, ohne jede Sensationslust.
Georg Schmid, München: Ausgehend von Photos erlegter Revolverhelden aus dem Time Life Magazin entstand Home of the Brave, Land of the Free, (2000),eine Serie von Ölbildern, die durch einen subtilen malerischen Kommentar Stellung bezieht und einen Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen herstellt.
Ulrike Schumertl, Walleshausen: Die Acrylbilder Durchblicke verwenden Schichtungen, Überlagerungen und architektonische Elemente in einem neuen Bildraum, der wiederum neue Einblicke gewährt.
Anette Seliger, Bonn: Stainz, Ölbilder: Landschaftsbilder von stark musikalisch rhythmisch geprägter Auffassung.
Markus Stangl, Grünwald bei München: o.T., Skulptur. Mit Granit und Papier sind zwei gegensätzliche Materialien zu einer verblüffenden Skulptur verarbeitet, zwei schwere Granitstelen werden von Papier gehalten.
Gotlind Timmermanns, München: Koreagelb, in der Serie der Ölbilder wurden aus Ausstellungsstücken der Koreaabteilung des Missionsmuseum St. Ottilien neuerliche „Ausstellungsstücke“ entwickelt, wobei Entsprechungen des Sujets zur Malerei, wie sich überlagernde Stoffschichten, zum Bildraum verarbeitet wurden.
Veronika Wenger, München: Ihr Leben, Tag und Nacht, Video, Photos, Ansichten einer fiktiven Frau in verschiedenen, aber ähnlich inszenierten Situationen werden zum Platzhalter und lassen uns den Umgang mit Zeit und Sinn hinterfragen.
Klaus Zöttl, Augsburg: Couleurs de Terre, Gesteinsproben, Pigmente, Bilder
Zöttl spürt in seinen Farbuntersuchungen der Substanz der Farbe vom Fundort des Gesteins über die Herstellung und Verarbeitung der Pigmente zu Farbe nach, bis hin zur Verwendung der Farbe im Portrait des Fundortes.